Skip to main content

Tooth Wear ist real, genauso wie unsere Lösungen!

Pragmatische, direkte Ansätze für Tooth Wear von GC.

sind von nächtlichem Bruxismus betroffen*

*Azeez, A. A., Sherif, S., Franca, R. (2021). Statistical estimation of wear in permanent teeth: a systematic review. Dentistry Review, 1(1), 100001.

sind von Tooth Wear betroffen**

**Zieliński, G., Pająk, A., Wojcicki, M. (2024). Global prevalence of sleep bruxism and awake bruxism in pediatric and adult populations: a systematic review and meta-analysis. Journal of Clinical Medicine, 13(14), 4259.

Sind Sie an einer Get Connected Masterclass interessiert?
Hier erfahren Sie, ob diese auch für Ihr Land angeboten wird, sowie weitere Details:

Nehmen Sie an unserem kostenlosen Webinar zum Thema Tooth Wear teil!

Nehmen Sie an unserem Webinar teil

Diagnose

Tooth Wear wird meist durch mehrere Faktoren bedingt und tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf. In der Praxis trifft man häufig auf eine Kombination der folgenden vier Verschleißtypen.

Erosion

Typisch sind glatte Oberflächen, verursacht durch Magensäure oder Säuren aus Nahrungsmitteln und Getränken.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. P. Swerts, Belgien

Abrasion

U-förmige Defekte im Zahnhalsbereich oder atypischer Abrieb durch Fremdkörper oder Gewohnheiten (Habits).
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. A. Salehi, Frankreich

Attrition

Abgeflachte Kauflächen infolge von Zahn-zu-Zahn-Kontakt durch Knirschen, Pressen oder Kauen.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. K. Karagiannopoulos, Großbritannien

Abfraktion

Zervikale Defekte durch wiederholte Biegebeanspruchung beim Knirschen oder Pressen.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. S. Moretto, Brasilien

Strategien

Eine kieferorthopädische Vorbehandlung ist angezeigt, wenn eine Fehlokklusion vorliegt und der Substanzverlust sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich auftritt. Liegt er dagegen nur im Frontzahnbereich vor, dann kann stattdessen das Dahl-Prinzip angewendet werden. Besteht ein generalisierter Zahnverschleiß bei normaler Okklusion und korrekter Zahnstellung, reicht eine rein restaurative Behandlung aus.

Kieferorthopädische Vorbehandlung

mit anschließender Rehabilitation des Gesamtgebisses

Am besten geeignet für: Fälle mit dentoalveolärer Kompensation oder bei Fehlokklusion bzw. Engstand.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. S. Däröste, Schweden

Das Dahl-Prinzip

Am besten geeignet für: Patienten mit lokalisiertem Substanzverlust im Frontzahnbereich. Dabei werden die Frontzähne (weißes Wax-up) in Supraokklusion aufgebaut, sodass eine Axialbewegung der Seitenzähne möglich wird und sich die endgültige Okklusion einstellen kann.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. K. Karagiannopoulos, Großbritannien

Rein restaurative Vollrehabilitation

Am besten geeignet für: Patienten mit generalisiertem Tooth Wear, aber ohne Fehlokklusion.
– Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. M. Peumans, Belgien

TIPP! Vertikale Kieferrelation (Vertikale Dimension der Okklusion; VDO)
Eine neue VDO wird zunächst über das Ausmaß der Verlängerung der Frontzähne definiert. Die VDO wird typischerweise um 2 bis 5 mm angehoben, abhängig von der Patiententoleranz und der erforderlichen Mindeststärke des Restaurationsmaterials. Der Freeway Space muss dabei erhalten bleiben. Hilfsmittel wie diagnostische Wax-ups, Digital Smile Design sowie konventionelle und digitale Artikulatoren unterstützen eine sichere und vorhersagbare funktionelle und ästhetische Rehabilitation.

Verwenden Sie REVOTEK LC von GC für den anterioren Aufbiss

  • Leicht zu modellieren
  • Lichthärtung zu einem Zeitpunkt Ihrer Wahl
  • Okklusion mehrmals überprüfbar – ohne Deformation

Workflow

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. K. Karagiannopoulos, Großbritannien
Mit freundlicher Genehmigung von Prof. M. Peumans, Belgien
Mit freundlichen Genehmigung von Dr. C. Mousally, Frankreich

TIPP!

  • Halten Sie das Modell während der gesamten Behandlung griffbereit, insbesondere bei der Freihandtechnik, damit Sie Ihr Ergebnis regelmäßig überprüfen können.
  • Vermeiden Sie übermäßig lange oder ermüdende Termine. Planen Sie bei Bedarf Pausen ein. Erwägen Sie, die Behandlung auf mehrere Tage zu verteilen.
  • Verwenden Sie TEMPSMART® DC zur Herstellung von provisorischen Versorgungen, um vorläufige Stabilität zu erreichen, bevor Sie die Behandlung fortsetzen.

Techniken

Direkte Restaurationen

Vorbereitung der Restauration:

  • Überprüfen Sie den Parodontalzustand und reinigen Sie alle Zähne.
  • Eine gute Trockenlegung verhindert Probleme wie Mikroleckage, Debonding und postoperative Empfindlichkeit.
  • Für eine größere Retentionsfläche und einen ästhetischen Verlauf wird eine Abschrägung des Schmelzrandes empfohlen.

TIPP!

Schließen Sie alle Bleaching-Behandlungen spätestens 2 Wochen vor der restaurativen Behandlung ab, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Freihandaufbau

Am besten geeignet für: Patienten mit geringem Behandlungsbedarf, bei denen nur begrenzte Zahnflächen betroffen sind. G-ænial A’CHORD lässt sich hervorragend verarbeiten und garantiert eine ansprechende Ästhetik und eine hohe Verschleißfestigkeit.

Benötigte Hilfsmittel: Modell mit definitivem Design und Silikon-Schlüssel

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. R. Zunzarren, Frankreich

Stempel-Technik

Am besten geeignet für: Patienten mit mäßig komplexem Behandlungsbedarf, bei denen mehrere Zähne vom Verschleiß betroffen sind.
Diese Technik ähnelt der Injection-Moulding-Technik, verwendet jedoch pastöses Komposit für den Aufbau. G-ænial A’CHORD verleiht der Restauration einen dauerhaften Glanz und eine natürliche Ästhetik.

Benötigte Hilfsmittel: 1 Modell mit alternierend restaurierten und unrestaurierten Zähnen, 1 Modell mit vollständig restaurierten Zähnen, starrer transparenter Silikon-Schlüssel oder alternativ starres Silikon, unterfüttert mit EXACLEAR

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. M. Peumans, Belgien

Injection Moulding Technique (IMT)

Am besten geeignet für: Patienten mit komplexerem Behandlungsbedarf, bei denen mehrere Zähne betroffen sind. Diese Technik gewährleistet eine schnelle und präzise Übertragung eines detaillierten Zahndesigns in den Mund. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich G-ænial Universal Injectable, das stärkste Restaurationsmaterial von GC mit idealer Thixotropie und hoher Formstabilität.

Benötigte Hilfsmittel: 1 Modell mit alternierend restaurierten und unrestaurierten Zähnen, 1 Modell mit vollständig restaurierten Zähnen, transparenter Silikon-Schlüssel

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. M. Fostiropoulou, Griechenland

TIPP!

Wünschen Sie zusätzlichen Schutz vor Frakturen? Dann tragen Sie am besten everX Flow als Dentinersatz auf, bevor Sie die Restauration nach einer der 3 vorgeschlagenen Techniken fertigstellen.

Produkte

  • Schnelles Bonding-Verfahren und kosteneffiziente Dosierung mit rund 300 Tropfen pro Flasche.
  • Ideal zur Behandlung von Hypersensibilität infolge von Tooth Wear.
  • Lang anhaltender Glanz, der die Ästhetik dauerhaft bewahrt, perfekt für die Freihand- oder Stempel-Technik.
  • Die natürliche Fluoreszenz sorgt dafür, dass die Restauration unter allen Lichtbedingungen unsichtbar bleibt.
  • Überlegene Verschleißfestigkeit, ideal für die Behandlung von Tooth Wear.
  • Wie poliert bereits nach der Applikation – für langanhaltenden Glanz und geringeren Abrieb der Antagonisten.
  • Stärkt die Zähne bei massiver okklusaler Belastung.
  • Sehr hohe Frakturresistenz, um Stoßbelastungen durch Bruxismus effektiv abzufangen.

Prävention und Erhalt

Die Behandlung von Tooth Wear erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Vor jeder Behandlungsplanung müssen die zugrunde liegenden Risikofaktoren (z. B. Erkrankungen, Ernährungsgewohnheiten, Säureexposition) sorgfältig analysiert werden. Ebenso wichtig ist die regelmäßige Kontrolle, besonders in frühen Stadien des Substanzverlustes. Diagnostische Indizes, Fotodokumentationen oder 3D-Scans helfen dabei, Veränderungen im Zeitverlauf zu erkennen. Für den langfristigen Behandlungserfolg muss der Patient Gewohnheiten erkennen, die den Substanzverlust fördern, und diese aktiv vermeiden. Nur so lassen sich weitere Schäden an Zahnsubstanz und Restaurationen verhindern.

Knirscherschienen

Können bei klinischer Indikation weiteren Substanzverlust durch nächtliches Zähneknirschen verhindern.

Mundhygiene

Patienten sollten regelmäßig, aber schonend putzen, mit geeigneten Bürsten und Zahnpasten.

Einstellung

Patienten sollten ein Bewusstsein für den Schutz von Zähnen und Restaurationen entwickeln.

Konsumgewohnheiten

Der Konsum säurehaltiger Getränke und Lebensmittel (z. B. Energydrinks, Zitrusfrüchte) sollte reduziert werden, da sie den Zahnsubstanzverlust beschleunigen.

Prävention in der Praxis

MI Varnish, Tooth Mousse und MI Paste Plus enthalten RECALDENT™ CPP-ACP:

  • Fördert die Remineralisation des Schmelzes und erhöht die Oberflächenhärte.
  • Desensibilisiert exponiertes Dentin.
  • Bietet zusätzlichen Schutz gegen künftige Säureangriffe.

RECALDENT™ und das RECALDENT™-Logo sind Marken der Mondelēz International Group, die unter Lizenz verwendet werden.
RECALDENT™ wird aus Milchkasein gewonnen. Nicht bei Patienten mit einer Allergie gegen Milchprotein, Hydroxybenzoate oder Sojabohnen anwenden.

Prävention zu Hause

FAQ

Wie oft sollten Patienten mit Tooth Wear nach der Versorgung wieder einbestellt werden?

Die Häufigkeit von Recalls nach einer Restauration ist abhängig vom gewählten diagnostischen Score bzw. Evaluationssystem, vom Schweregrad des Substanzverlustes und vom Progressionsrisiko. Das kann bedeuten, dass bei stabilem Tooth Wear jährliche Recalls ausreichen, während sich Risikopatienten bereits nach weniger als 6 Monaten wieder vorstellen sollten.

Sind Knirscherschienen nützlich oder nicht?

Knirscherschienen dienen als physische Barriere und schützen die Zähne vor Attrition. Sie werden für Patienten mit nächtlichem Bruxismus dringend empfohlen. Bei Patienten mit Erosionen oder Zahnfehlstellungen kann ihr Einsatz jedoch kontraproduktiv sein.

Wann kommt eine KFO-Vorbehandlung bei Tooth Wear in Frage?

Patienten mit Tooth Wear weisen häufig Zahnfehlstellungen auf, da die Zähne mit fortschreitendem Substanzverlust immer kleiner werden. Eine KFO-Behandlung bietet in diesen Fällen fast immer deutliche Vorteile. Es kommt jedoch häufig vor, dass Patienten Bedenken haben und eine Behandlung hinauszögern. Ein additives Mock-up bietet eine gute Möglichkeit, herauszufinden, ob ein gutes Behandlungsergebnis auch ohne KFO erzielt werden kann. Dies dient auch als Einverständniserklärung des Patienten und liefert einen dokumentierten Nachweis vor der Durchführung einer kieferorthopädischen Behandlung.

Was ist die beste Behandlung für Patienten mit mittelschwerem Tooth Wear?

Auf die Frage, welche Behandlung zu welchem Zeitpunkt die beste ist, gibt es keine allgemein gültige Antwort. Um aus den zahlreichen Techniken und zahnmedizinischen Materialien die passenden auszuwählen, sollte bei jedem Patienten der Schweregrad des Substanzverlustes ermittelt werden. Aus den Ergebnissen lassen sich dann mögliche Behandlungsoptionen ableiten. Die endgültige Entscheidung für oder gegen eine Behandlungsoption hängt in der Regel von den Präferenzen des Patienten, seinen finanziellen Möglichkeiten, der Kostenerstattung durch seine Krankenkasse, der Invasivität der Behandlung sowie den ästhetischen Anforderungen und der prognostizierten Lebensdauer ab.

Benötigt man bei moderatem Tooth Wear einen anterioren Aufbiss?

Ja, immer wenn die Vertikalrelation modifiziert werden muss. Der anteriore Aufbiss liefert dann eine reproduzierbare Okklusion für alle Behandlungsphasen.

Welche wichtigen Aspekte sollten bei der Planung einer neuen vertikalen Kieferrelation (VDO) berücksichtigt werden?

Das primäre Ziel ist eine stabile, komfortable und funktionelle Okklusion. Eine mechanisch perfekte Okklusion ist für ein komfortables und erfolgreiches Ergebnis nicht immer erforderlich. Die neue VDO wird zunächst über das Ausmaß der Verlängerung der Frontzähne definiert. Veränderungen des VDO liegen in der Regel zwischen 2 und 5 mm.

Muss ich bei Patienten mit umfangreichen Kavitäten eine Polymerisationsschrumpfung befürchten?

Bei Tooth Wear sind die meisten Kauflächen abgeflacht, sodass der sogenannte C-Faktor niedrig ist. Dies bedeutet, die Schrumpfspannung ist recht gering. Grundsätzlich wird empfohlen, ein Komposit nach neuestem technologischem Standard zu verwenden, das eine geringe Polymerisationsschrumpfung sowie eine hohe Konversionsrate aufweist, wie z. B. G-ænial Universal Injectable und G-ænial A´CHORD.

Wie lange halten Kompositfüllungen bei Tooth Wear?

Untersuchungen zeigen, dass die Ausfallrate bei Patienten mit starkem Zahnverschleiß mit 2,3 % über 5,5 Jahre gering ist. Direkte Kompositfüllungen können eine akzeptable mittelfristige Option zur Behandlung von starkem, generalisiertem Tooth Wear darstellen. Restaurationen im Molarenbereich können mit einem erhöhten Reparaturbedarf einhergehen.

Wie kann man eine ausreichende Haftfestigkeit auf abradiertem, sklerotischem oder erodiertem Schmelz/Dentin sicherstellen?

Die Oberflächenpräparation ist der Schlüssel für eine ausreichende Haftfestigkeit. Um die Haftung zu erhöhen, sollten die Oberflächen mit einem Schleifkörper angeraut werden. Dabei ist für einen sauberen Arbeitsbereich durch Sandstrahlen und die Verwendung von Kofferdam zu sorgen. Es wird empfohlen, ein bewährtes, gut dokumentiertes Bondingsystem wie G-Premio BOND zu verwenden und nach Möglichkeit (gesunden) Zahnschmelz einzubeziehen.

Warum sind MI Paste Plus und Tooth Mousse für die Behandlung von Tooth Wear gut geeignet?

RECALDENT™ (CPP-ACP) fördert die Remineralisierung des Zahnschmelzes, desensibilisiert, senkt die Empfindlichkeit und bietet zusätzlichen Schutz vor Säureangriffen und ist daher ideal, um Erosionen entgegenzuwirken. MI Paste Plus wie Tooth Mousse sind einfach aufzubringen, werden gut akzeptiert und können von den Patienten selbst zu Hause verwendet werden.

Downloads

Technischer Leitfaden

Prospekt

Artikel

Videos