Tooth Wear ist real, genauso wie unsere Lösungen!

Pragmatische, direkte Ansätze für Tooth Wear von GC.

sind von nächtlichem Bruxismus betroffen*

*Azeez, A. A., Sheri f, S., & Franca, R. (2021). Statistical estimation of wear in permanent teeth: a systematic review. Dentistry Review, 1(1), 100001.

sind von Tooth Wear betroffen**

**Zieliński, G., Pająk, A., & Wojcicki, M. (2024). Global prevalence of sleep bruxism and awake bruxism in pediatric and adult populations: a systematic review and meta-analysis. Journal of Clinical Medicine, 13(14), 4259.

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Diagnose

Tooth Wear wird meist durch mehrere Faktoren bedingt und tritt in unterschiedlichen Schweregraden auf. In der Praxis trifft man häufig auf eine Kombination der folgenden vier Verschleißtypen.

Erosion

Typisch sind glatte Oberflächen, verursacht durch Magensäure oder Säuren aus Nahrungsmitteln und Getränken.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. P. Swerts, Belgien

Abrasion

U-förmige Defekte im Zahnhalsbereich oder atypischer Abrieb durch Fremdkörper oder Gewohnheiten (Habits).
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. A. Salehi, Frankreich

Attrition

Abgeflachte Kauflächen infolge von Zahn-zu-Zahn-Kontakt durch Knirschen, Pressen oder Kauen.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. K. Karagiannopoulos, Großbritannien

Abfraktion

Zervikale Defekte durch wiederholte Biegebeanspruchung beim Knirschen oder Pressen.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. S. Moretto, Brasilien

Strategien

Eine kieferorthopädische Vorbehandlung ist angezeigt, wenn eine Fehlokklusion vorliegt und der Substanzverlust sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich auftritt. Liegt er dagegen nur im Frontzahnbereich vor, dann kann stattdessen das Dahl-Prinzip angewendet werden. Besteht ein generalisierter Zahnverschleiß bei normaler Okklusion und korrekter Zahnstellung, reicht eine rein restaurative Behandlung aus.

Kieferorthopädische Vorbehandlung

mit anschließender Rehabilitation des Gesamtgebisses

Am besten geeignet für: Fälle mit dentoalveolärer Kompensation oder bei Fehlokklusion bzw. Engstand.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. S. Däröste, Schweden

Das Dahl-Prinzip

Am besten geeignet für: Patienten mit lokalisiertem Substanzverlust im Frontzahnbereich. Dabei werden die Frontzähne (weißes Wax-up) in Supraokklusion aufgebaut, sodass eine Axialbewegung der Seitenzähne möglich wird und sich die endgültige Okklusion einstellen kann.
– Mit freundlicher Genehmigung von Dr. K. Karagiannopoulos, Großbritannien

Rein restaurative Vollrehabilitation

Am besten geeignet für: Patienten mit generalisiertem Tooth Wear, aber ohne Fehlokklusion.
– Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. M. Peumans, Belgien

TIPP! Vertikale Kieferrelation (Vertikale Dimension der Okklusion; VDO)
Eine neue VDO wird zunächst über das Ausmaß der Verlängerung der Frontzähne definiert. Die VDO wird typischerweise um 2 bis 5 mm angehoben, abhängig von der Patiententoleranz und der erforderlichen Mindeststärke des Restaurationsmaterials. Der Freeway Space muss dabei erhalten bleiben. Hilfsmittel wie diagnostische Wax-ups, Digital Smile Design sowie konventionelle und digitale Artikulatoren unterstützen eine sichere und vorhersagbare funktionelle und ästhetische Rehabilitation.

Verwenden Sie REVOTEK LC von GC für den anterioren Aufbiss

  • Leicht zu modellieren
  • Lichthärtung zu einem Zeitpunkt Ihrer Wahl
  • Okklusion mehrmals überprüfbar – ohne Deformation

TIPP!

  • Halten Sie das Modell während der gesamten Behandlung griffbereit, insbesondere bei der Freihandtechnik, damit Sie Ihr Ergebnis regelmäßig überprüfen können.
  • Vermeiden Sie übermäßig lange oder ermüdende Termine. Planen Sie bei Bedarf Pausen ein. Erwägen Sie, die Behandlung auf mehrere Tage zu verteilen.

Techniken und Workflow

Direkte Restaurationen

Vorbereitung der Restauration:

  • Überprüfen Sie den Parodontalzustand und reinigen Sie alle Zähne.
  • Eine gute Trockenlegung verhindert Probleme wie Mikroleckage, Debonding und postoperative Empfindlichkeit.
  • Für eine größere Retentionsfläche und einen ästhetischen Verlauf wird eine Abschrägung des Schmelzrandes empfohlen.

TIPP!

Schließen Sie alle Bleaching-Behandlungen spätestens 2 Wochen vor der restaurativen Behandlung ab, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Freihandaufbau

Am besten geeignet für: Patienten mit geringem Behandlungsbedarf, bei denen nur begrenzte Zahnflächen betroffen sind. G-ænial A’CHORD lässt sich hervorragend verarbeiten und garantiert eine ansprechende Ästhetik und eine hohe Verschleißfestigkeit.

Benötigte Hilfsmittel: Modell mit definitivem Design und Silikon-Schlüssel

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. R. Zunzarren, Frankreich

Stempel-Technik

Am besten geeignet für: Patienten mit mäßig komplexem Behandlungsbedarf, bei denen mehrere Zähne vom Verschleiß betroffen sind.
Diese Technik ähnelt der Injection-Moulding-Technik, verwendet jedoch pastöses Komposit für den Aufbau. G-ænial A’CHORD verleiht der Restauration einen dauerhaften Glanz und eine natürliche Ästhetik.

Benötigte Hilfsmittel: 1 Modell mit alternierend restaurierten und unrestaurierten Zähnen, 1 Modell mit vollständig restaurierten Zähnen, starrer transparenter Silikon-Schlüssel oder alternativ starres Silikon, unterfüttert mit EXACLEAR

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. Dr. M. Peumans, Belgien

Injection Moulding Technique (IMT)

Am besten geeignet für: Patienten mit komplexerem Behandlungsbedarf, bei denen mehrere Zähne betroffen sind. Diese Technik gewährleistet eine schnelle und präzise Übertragung eines detaillierten Zahndesigns in den Mund. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich G-ænial Universal Injectable, das stärkste Restaurationsmaterial von GC mit idealer Thixotropie und hoher Formstabilität.

Benötigte Hilfsmittel: 1 Modell mit alternierend restaurierten und unrestaurierten Zähnen, 1 Modell mit vollständig restaurierten Zähnen, transparenter Silikon-Schlüssel

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. M. Fostiropoulou, Griechenland

TIPP!

Wünschen Sie zusätzlichen Schutz vor Frakturen? Dann tragen Sie am besten everX Flow als Dentinersatz auf, bevor Sie die Restauration nach einer der 3 vorgeschlagenen Techniken fertigstellen.

Materialauswahl

  • Schnelles Bonding-Verfahren und kosteneffiziente Dosierung mit rund 300 Tropfen pro Flasche.
  • Ideal zur Behandlung von Hypersensibilität infolge von Tooth Wear.
  • Lang anhaltender Glanz, der die Ästhetik dauerhaft bewahrt, perfekt für die Freihand- oder Stempel-Technik.
  • Die natürliche Fluoreszenz sorgt dafür, dass die Restauration unter allen Lichtbedingungen unsichtbar bleibt.
  • Überlegene Verschleißfestigkeit, ideal für die Behandlung von Tooth Wear.
  • Wie poliert bereits nach der Applikation – für langanhaltenden Glanz und geringeren Abrieb der Antagonisten.
  • Stärkt die Zähne bei massiver okklusaler Belastung.
  • Sehr hohe Frakturresistenz, um Stoßbelastungen durch Bruxismus effektiv abzufangen.

Indirekte Restaurationen

Eine klare Kommunikation zwischen Behandler und Labor ist entscheidend für eine funktionelle und ästhetische Rehabilitation.

Intermediäre Phase

Bei der Behandlung von ausgeprägtem Zahnverschleiß ist die intermediäre Phase ein wichtiger Schritt. In dieser Phase wird die neue vertikale Dimension der Okklusion, VDO, getestet, bevor mit der definitiven Versorgung begonnen wird.

Wichtige Parameter zur Beurteilung während der intermediären Phase:

Keine Schmerzen

Funktion (z. B. Okklusion)

Ästhetik

Sprache

Adaptation und Komfort mit der neuen VDO

Konventionelle temporäre Versorgung

Materialauswahl

PMMA Komposit (z. B. Bisacryl-Material, direktes Komposit etc.)
Eigenschaften
  • Langjährige klinische Daten verfügbar
  • Verschiedene Herstellungsverfahren möglich, z. B. Fräsen oder Drucken
  • Kostengünstig
  • Hohe physikalische Eigenschaften (z. B. Biegefestigkeit und Bruchzähigkeit)
  • Hohe Ästhetik
  • Hohe Präzision
  • Keine Präparation erforderlich

Lichthärtendes 3D-Druck-Komposit für temporäre Kronen und Brücken

  • Hervorragende, stabile mechanische Eigenschaften
  • MMA-frei, für DLP-Druck geeignet
  • Kompatibel mit OPTIGLAZE color
Weitere Informationen

Dualhärtendes Bisacryl-Komposit für temporäre Kronen und Brücken

  • Angenehme, nicht klebrige Verarbeitung
  • Hohe Bruchzähigkeit
  • Schnelle Politur und langanhaltender Glanz
  • Reparierbar und unterfütterbar

Definitive Versorgung

Die Wahl der Restauration bei Tooth-Wear-Fällen sollte dem Prinzip eines möglichst minimalinvasiven Vorgehens folgen. Ziel ist es, so viel gesunde Zahnsubstanz wie möglich zu erhalten. Die Auswahl der Restaurationsart hängt davon ab, wie viel Zahnsubstanz verloren gegangen ist und wie stabil die verbleibende Zahnsubstanz ist.

Veneer

Abgerundete Innenwinkel
Mindeststärke gemäß Herstellerangaben einhalten
Wenn möglich, sollte die Restauration im Zahnschmelz liegen
Klare Präparationsgrenze im Zahnschmelz, um Chipping der Restauration zu vermeiden
  • Geringer bis moderater Zahnsubstanzverlust mit Schmelzunterstützung
  • Geringe funktionelle Belastung der Veneers
  • Verschleiß hauptsächlich auf Schmelz oder oberflächliches Dentin begrenzt, moderater Verlust der Zahnlänge
Weitere Informationen zur Veneer-Präparation

Overlay

Axialer Wandwinkel von 6° bis 10°
Mindeststärke gemäß Herstellerangaben einhalten
Glatte Präparationsgrenze
Abgerundete Übergänge
  • Moderater bis ausgeprägter Zahnsubstanzverlust unter Einbeziehung der Höckerstruktur
  • Teilweiser Erhalt der axialen Wände
  • Okklusale Instabilität
Weitere Informationen zu indirekten Teilrestaurationen

Krone

Axialer Wandwinkel von 6° bis 10°
Mindeststärke gemäß Herstellerangaben einhalten
Glatte Präparationsgrenze
Abgerundete Übergänge
  • Geschwächte Zahnstruktur, ausgeprägter Verschleiß oder starke Schädigung
  • Ausgedehnte Dentinexposition mit minimaler oder fehlender Schmelzunterstützung
  • Hohe inzisale oder okklusale Belastung, wenn Veneers oder Overlays nicht ausreichen
Entdecken Sie den gesamten Kronen-Workflow

Materialauswahl

Initial LiSi Block und Initial LiSi Press

Lithium-Disilikat-Lösungen zum Fräsen und Pressen

  • Hohe Verschleißfestigkeit
  • Stark und einfach zu fräsen
  • Glatte Oberfläche mit geringer Rauigkeit
  • HDM-Technologie
  • Hervorragende Ästhetik
Weitere Informationen für ZahntechnikerWeitere Informationen für Zahnärzte

CERASMART270

Kraftabsorbierender Hybridkeramik-CAD/CAM-Block

  • Homogene Füllstoffverteilung, stabil, glatt und langlebig
  • Puffert hohe Kaukräfte
  • Einfache intraorale Reparatur
  • Kompatibel mit OPTIGLAZE color

Initial Zirconia-Lösungen

Hochfeste Zirkonoxid-Disks und Optionen zur Charakterisierung

  • Omnifunktional: breites Indikationsspektrum, reguläres oder Speed-Sintern
  • Dünnwandige Restaurationen für Vertiprep möglich
  • Erhältlich als ST, HT, UHT und Multilayer
Entdecken Sie unsere Zirkonoxid-Lösungen
Initial LiSi Block CERASMART270 Initial Zirconia Disk
Kategorie Lithium-Disilikat Hybridkeramik Zirkonoxid
Materialien Initial LiSi Block CERASMART270 Initial Zirconia Disk
& Initial Zirconia Disk ML Elite
Physikalische
Eigenschaften
Biaxiale Biegefestigkeit
in MPa
408 270 600-1200
Elastizität und Pufferung
von Kaukräften
- +++ -
Reduktion von Antagonistenverschleiß + +++ +
Handling Intraorale Reparatur + +++ +
Polierbarkeit +++ +++ +
Schnelle Verarbeitung ++ +++ +
Ästhetik Ästhetik +++ ++ ++
Indikationen im Frontzahnbereich +++ + +
Optionen zur Charakterisierung IQ ONE SQIN
Initial LiSi
OPTIGLAZE color/
GRADIA PLUS Lustre Paint
Initial Zr-FS / Initial IQ
ONE SQIN

Finishing

Politur einer Initial LiSi Block-Restauration

Bemalen einer Initial LiSi Block-Restauration

Politur einer CERASMART270-Restauration

Bemalen einer CERASMART270-Restauration

Politur einer Zirkonoxid-Restauration

Verwenden Sie ausschließlich geeignete Dentalinstrumente für die Bearbeitung und das Finishing von Zirkonoxid, Lithium-Disilikat und Verblendkeramiken.

Eine individuelle Anpassung des Glanzgrades kann mit geeigneten Instrumenten und Diamantpaste erfolgen.

Mit freundlicher Genehmigung von ZTM C. Fischer, Deutschland

Bemalen einer Zirkonoxid-Restauration

Das Gerüst wird mit geeigneten Instrumenten geformt und konturiert. Nach dem Vorpolieren mit einem geeigneten Keramikpolierer werden das fertig ausgearbeitete Gerüst sowie die Oberflächen, auf die Keramik aufgetragen werden soll, vorsichtig mit 50 Mikron Aluminiumoxid bei maximal 1,5 bar Druck sandgestrahlt.

Nach dem finalen Brand entsteht auf einfache Weise eine außergewöhnliche Vitalität mit einem sehr natürlichen Glanz.
Das überzeugende natürliche Endergebnis wird mit nur einem Brand mit Lustre Pastes ONE erzielt.

Mit freundlicher Genehmigung von ZTM M. Brüsch, Deutschland

Zementierung

Lithium-Disilikat

Mit 5 bis 9 %iger Flusssäure 20 Sekunden lang ätzen.

Hybridkeramik

Mit 5 bis 9 %iger Flusssäure 20 Sekunden lang ätzen oder sandstrahlen, 30 bis 50 μm Al2O3, ca. 1 bar

Zirkonoxid

Sandstrahlen, 25 bis 50 μm Al2O3, 1 bis 2 bar.

Ein Restaurationsprimer mit Silan ist für Glaskeramiken und Hybridkeramiken erforderlich.
Ein Restaurationsprimer mit MDP ist bei Zirkonoxid mit G-CEM ONE optional.
G-Multi PRIMER kann für jede Restauration verwendet werden.

G-CEM ONE

Universelles Befestigungskomposit

G-CEM ONE
  • Universell einsetzbar und selbstklebend
  • Hohe Haftfestigkeit in allen Anwendungsbereichen
  • Verfärbungsbeständig
  • Hohe Verschleißfestigkeit
Ein Zahnprimer wird für Präparationen empfohlen, denen es an Retentions- und Widerstandsform fehlt.
G-CEM ONE Adhesive Enhancing Primer oder G-Premio BOND mit Lichthärtung kann in jeder Situation verwendet werden.
Bei FujiCEM Evolve
ist kein Restaurationsprimer erforderlich.

FujiCEM Evolve

Kunststoffmodifizierter Glasionomer-Befestigungszement

FujiCEM Evolve
  • Feuchtigkeitstolerant und geringe Wasseraufnahme
  • Schneller Arbeitsablauf
  • Einfache Reinigung
  • Hervorragend geeignet für Zirkonoxid
Bei FujiCEM Evolve
ist kein Zahnprimer erforderlich.

Zähne für die Behandlung vorbereiten

Überprüfen Sie den Zustand des Zahnfleisches und reinigen Sie alle Zähne.

Mit freundlicher Genehmigung von Prof. M. Peumans, Belgien

Reinigen Sie die Oberfläche mit Bimsstein und Wasser.

Um einen sauberen Arbeitsbereich zu gewährleisten, wird empfohlen, die Oberfläche sandzustrahlen.

Mit freundlicher Genehmigung von Dr. P. Swerts, Belgien

Fälle

Courtesy of Dr Zohaib Al, UK

Prävention und Erhaltung

Die Behandlung von Tooth Wear erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Vor jeder Behandlungsplanung müssen die zugrunde liegenden Risikofaktoren (z. B. Erkrankungen, Ernährungsgewohnheiten, Säureexposition) sorgfältig analysiert werden. Ebenso wichtig ist die regelmäßige Kontrolle, besonders in frühen Stadien des Substanzverlustes. Diagnostische Indizes, Fotodokumentationen oder 3D-Scans helfen dabei, Veränderungen im Zeitverlauf zu erkennen. Für den langfristigen Behandlungserfolg muss der Patient Gewohnheiten erkennen, die den Substanzverlust fördern, und diese aktiv vermeiden. Nur so lassen sich weitere Schäden an Zahnsubstanz und Restaurationen verhindern.

Knirscherschienen

Können bei klinischer Indikation weiteren Substanzverlust durch nächtliches Zähneknirschen verhindern.

Mundhygiene

Patienten sollten regelmäßig, aber schonend putzen, mit geeigneten Bürsten und Zahnpasten.

Einstellung

Patienten sollten ein Bewusstsein für den Schutz von Zähnen und Restaurationen entwickeln.

Konsumgewohnheiten

Der Konsum säurehaltiger Getränke und Lebensmittel (z. B. Energydrinks, Zitrusfrüchte) sollte reduziert werden, da sie den Zahnsubstanzverlust beschleunigen.

Prävention in der Praxis

MI Varnish, Tooth Mousse und MI Paste Plus enthalten RECALDENT™ CPP-ACP:

  • Fördert die Remineralisation des Schmelzes und erhöht die Oberflächenhärte.
  • Desensibilisiert exponiertes Dentin.
  • Bietet zusätzlichen Schutz gegen künftige Säureangriffe.

RECALDENT™ und das RECALDENT™-Logo sind Marken der Mondelēz International Group, die unter Lizenz verwendet werden.
RECALDENT™ wird aus Milchkasein gewonnen. Nicht bei Patienten mit einer Allergie gegen Milchprotein, Hydroxybenzoate oder Sojabohnen anwenden.

Prävention zu Hause

FAQ

Wie oft sollten Patienten mit Tooth Wear nach der Versorgung wieder einbestellt werden?

Die Häufigkeit von Recalls nach einer Restauration ist abhängig vom gewählten diagnostischen Score bzw. Evaluationssystem, vom Schweregrad des Substanzverlustes und vom Progressionsrisiko. Das kann bedeuten, dass bei stabilem Tooth Wear jährliche Recalls ausreichen, während sich Risikopatienten bereits nach weniger als 6 Monaten wieder vorstellen sollten.

Sind Knirscherschienen nützlich oder nicht?

Knirscherschienen dienen als physische Barriere und schützen die Zähne vor Attrition. Sie werden für Patienten mit nächtlichem Bruxismus dringend empfohlen. Bei Patienten mit Erosionen oder Zahnfehlstellungen kann ihr Einsatz jedoch kontraproduktiv sein.

Wann kommt eine KFO-Vorbehandlung bei Tooth Wear in Frage?

Patienten mit Tooth Wear weisen häufig Zahnfehlstellungen auf, da die Zähne mit fortschreitendem Substanzverlust immer kleiner werden. Eine KFO-Behandlung bietet in diesen Fällen fast immer deutliche Vorteile. Es kommt jedoch häufig vor, dass Patienten Bedenken haben und eine Behandlung hinauszögern. Ein additives Mock-up bietet eine gute Möglichkeit, herauszufinden, ob ein gutes Behandlungsergebnis auch ohne KFO erzielt werden kann. Dies dient auch als Einverständniserklärung des Patienten und liefert einen dokumentierten Nachweis vor der Durchführung einer kieferorthopädischen Behandlung.

Was ist die beste Behandlung für Patienten mit mittelschwerem Tooth Wear?

Auf die Frage, welche Behandlung zu welchem Zeitpunkt die beste ist, gibt es keine allgemein gültige Antwort. Um aus den zahlreichen Techniken und zahnmedizinischen Materialien die passenden auszuwählen, sollte bei jedem Patienten der Schweregrad des Substanzverlustes ermittelt werden. Aus den Ergebnissen lassen sich dann mögliche Behandlungsoptionen ableiten. Die endgültige Entscheidung für oder gegen eine Behandlungsoption hängt in der Regel von den Präferenzen des Patienten, seinen finanziellen Möglichkeiten, der Kostenerstattung durch seine Krankenkasse, der Invasivität der Behandlung sowie den ästhetischen Anforderungen und der prognostizierten Lebensdauer ab.

Benötigt man bei moderatem Tooth Wear einen anterioren Aufbiss?

Ja, immer wenn die Vertikalrelation modifiziert werden muss. Der anteriore Aufbiss liefert dann eine reproduzierbare Okklusion für alle Behandlungsphasen.

Welche wichtigen Aspekte sollten bei der Planung einer neuen vertikalen Kieferrelation (VDO) berücksichtigt werden?

Das primäre Ziel ist eine stabile, komfortable und funktionelle Okklusion. Eine mechanisch perfekte Okklusion ist für ein komfortables und erfolgreiches Ergebnis nicht immer erforderlich. Die neue VDO wird zunächst über das Ausmaß der Verlängerung der Frontzähne definiert. Veränderungen des VDO liegen in der Regel zwischen 2 und 5 mm.

Muss ich bei Patienten mit umfangreichen Kavitäten eine Polymerisationsschrumpfung befürchten?

Bei Tooth Wear sind die meisten Kauflächen abgeflacht, sodass der sogenannte C-Faktor niedrig ist. Dies bedeutet, die Schrumpfspannung ist recht gering. Grundsätzlich wird empfohlen, ein Komposit nach neuestem technologischem Standard zu verwenden, das eine geringe Polymerisationsschrumpfung sowie eine hohe Konversionsrate aufweist, wie z. B. G-ænial Universal Injectable und G-ænial A´CHORD.

Wie lange halten Kompositfüllungen bei Tooth Wear?

Untersuchungen zeigen, dass die Ausfallrate bei Patienten mit starkem Zahnverschleiß mit 2,3 % über 5,5 Jahre gering ist. Direkte Kompositfüllungen können eine akzeptable mittelfristige Option zur Behandlung von starkem, generalisiertem Tooth Wear darstellen. Restaurationen im Molarenbereich können mit einem erhöhten Reparaturbedarf einhergehen.

Wie kann man eine ausreichende Haftfestigkeit auf abradiertem, sklerotischem oder erodiertem Schmelz/Dentin sicherstellen?

Die Oberflächenpräparation ist der Schlüssel für eine ausreichende Haftfestigkeit. Um die Haftung zu erhöhen, sollten die Oberflächen mit einem Schleifkörper angeraut werden. Dabei ist für einen sauberen Arbeitsbereich durch Sandstrahlen und die Verwendung von Kofferdam zu sorgen. Es wird empfohlen, ein bewährtes, gut dokumentiertes Bondingsystem wie G-Premio BOND zu verwenden und nach Möglichkeit (gesunden) Zahnschmelz einzubeziehen.

Warum sind MI Paste Plus und Tooth Mousse für die Behandlung von Tooth Wear gut geeignet?

RECALDENT™ (CPP-ACP) fördert die Remineralisierung des Zahnschmelzes, desensibilisiert, senkt die Empfindlichkeit und bietet zusätzlichen Schutz vor Säureangriffen und ist daher ideal, um Erosionen entgegenzuwirken. MI Paste Plus wie Tooth Mousse sind einfach aufzubringen, werden gut akzeptiert und können von den Patienten selbst zu Hause verwendet werden.

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