Praxistipps: Veneers erfolgreich befestigen.

Mit freundlicher Genehmigung von Cem Niş

Der Einsatz von Veneers ist in den vergangenen Jahrzehnten immer populärer geworden. Durch das Paradigma der minimalinvasiven Behandlung ist auf diese Weise die Nachfrage nach dünneren Restaurationen  gestiegen. Veneers aus Keramik können heutzutage bis zu 0,3 mm dünn sein. Das macht sie während des Einsetzens besonders zerbrechlich. Somit ist bei der Befestigung besonderes Fingerspitzengefühl gefragt, zumal der Prozess abgeschlossen sein muss, bevor die Restaurationen durch die enge Verbindung mit dem unterliegenden Zahngewebe ihre maximale Festigkeit erreichen.

Tipp 1: Prüfen Sie den korrekten Sitz und die Randpassung

  • Prüfen Sie dies zunächst am Labormodell. Dafür kann die Zeit vor dem Erscheinen des Patienten genutzt werden.
  • Dann folgt die Überprüfung im Mund. Prüfen Sie die Veneers zunächst einzeln, dann alle zusammen. Stellen Sie sicher, dass die Approximalkontakte nicht zu stramm sind.
    • Verwenden Sie eine wasserlösliche und leicht zu entfernende Einprobierpaste (zum Beispiel G-CEM Try-in-Paste).
    • Achten Sie darauf, dass der Farbton der Einprobierpaste mit dem Farbton des vorgesehenen Zements übereinstimmt, um die Ästhetik des Endergebnisses prüfen zu können.

Tipp 2: Verwenden Sie einen Befestigungszement mit optimaler Thixotropie

Der verwendete Zement sollte sich einfach dosieren und einbringen lassen und eine optimale Viskosität aufweisen:

  • Zement zu flüssig:
    • Restauration kann nach dem Einsetzen verrutschen
    • Überschüssiges Material kann in die Zahnzwischenräume fließen

Veneer nach dem Einsetzen.

Überschüssiges Material lässt sich einfach entfernen.

Unmittelbar nach dem Einsetzen. Die ultradünne Befestigungslinie ist nicht erkennbar.

Mit freundlicher Genehmigung
von J. Tapia Guadix, Spanien

  • Zement zu dick (z. B. vorerwärmtes, konventionelles Composite):
    • Erfordert höheren Druck beim Einsetzen, dadurch erhöhtes Bruchrisiko
    • Durch mangelnde Fließfähigkeit wird nicht die gesamte Retentionsfläche bedeckt
  • Ein thixotroper Zement (z. B. G-CEM Veneer) ist besonders leicht zu verarbeiten und gewährleistet perfekte Platzierung und optimale Passung:
    • Er tropft nicht von der Spritze, fällt nicht in sich zusammen und fließt nicht unkontrolliert.

G-CEM Veneer

Konventioneller, lichthärtender Befestigungszement.

G-CEM Veneer klebt nicht und tropft nicht von der Spritze oder Restauration.

G-CEM Veneer

Konventioneller, lichthärtender Befestigungszement.

G-CEM Veneer bleibt auch ohne Druck standfest.

    • Er verteilt sich leicht über die gesamte Oberfläche und kann mit minimalem Druck eingesetzt werden.

Applikation des Zements auf einer Glasplatte und mit einer weiteren Glasplatte abdecken. G-CEM Veneer verteilt sich unter leichtem Druck hervorragend und erzielt eine dünne Filmstärke.

Tipp 3: Verwenden Sie einen Zement, der ausreichend Verarbeitungszeit bietet

  • Dünne Veneers haben den Vorteil, dass das Polymerisationslicht die Restauration durchdringen kann. Die Verwendung eines lichthärtenden, nicht autopolymerisierenden Zements (z. B. G-CEM Veneer) bietet den Vorteil einer längeren Verarbeitungszeit. Der Beginn der Polymerisierung wird zum gewünschten Zeitpunkt durch das Polymerisationslicht ausgelöst.

Dünne Veneers kann das Polymerisationslicht leicht durchdringen.

Mit freundlicher Genehmigung
von Cem Niş

Tipp 4: Beachten Sie die Gebrauchsanweisung

Die Vielzahl an erhältlichen Materialien kann verwirrend sein.

  • Informieren Sie sich darüber, wie die Restaurationen vorbehandelt werden müssen.
    • Manchmal ist dies Aufgabe des Labors – dann ist eine gute Kommunikation wichtig!
    • Halten Sie eventuelle Vorgaben bezüglich der Zeiten und des anzuwendenden Drucks ein.
  • Verwenden Sie Produkte mit einfachem, klarem Anwendungsprotokoll und machen Sie sich mit dem Produkt vertraut. Bei G-CEM LinkForce und G-CEM Veneer ist die gleiche, einheitliche Vorbehandlung mit analogen Vorbereitungsschritten erforderlich:
    • Bei jeder Vorbereitung: Verwenden Sie G-Premio BOND
    • Bei jeder Restauration: Verwenden Sie G-Multi PRIMER für die Vorbehandlung

Tipp 5: Sorgen Sie für glatte Ränder

Glatte Ränder ohne Porositäten sind weniger anfällig für Plaquebildung und Verfärbungen.

  • Durch das Auftragen von Glyzerin vor der Polymerisation, der endgültigen Befestigung, kann die Bildung einer Sauerstoffinhibitionsschicht vermieden werden.
  • Vergewissern Sie sich im UV-nahen Lichtbereich (D-Light Pro im Erkennungsmodus), dass keine Zementreste vorhanden sind.

Vor der Politur

Nach der Politur

Mit freundlicher Genehmigung
von Stephane Browet

Randerkennung mit D-Light Pro. Überschüssiges Material wird auf den ersten Blick sichtbar.

  • Für die Feinpolitur eignen sich feine Silikonspitzen, Bürsten und Polierpaste.